Unsere Arbeit
Offene Standards
Offene Standards
ermöglichen es, alle möglichen Arten von Daten frei und ohne Veränderungen mit
anderen zu teilen. Sie verhindern Herstellerabhängigkeit und andere künstliche
Barrieren gegen Interoperabilität. Des Weiteren fördern sie die Auswahl
zwischen Anbietern und technischen Lösungen. Die Arbeit der FSFE an Offenen Standards soll
Menschen einen Wechsel zu Freier Software oder zwischen verschiedenen
Freien-Software-Lösungen erleichtern.
Einleitung
Die Relevanz Offener Standards ist eng verknüpft mit Netzwerkeffekten
und erhöht sich somit stetig in dramatischem Ausmaß. Der mögliche Gewinn
steigt für Hersteller proprietärer Software ebenso an wie die
Softwarekosten für die Anwender.
Regierungen und NGOs, die öffentliche Interessen vertreten, darunter auch
Gruppen, die sich für freien Wettbewerb oder Verbraucherrechte einsetzen, sind
im Allgemeinen starke Befürworter Offener Standards. Typische Kritiker sind
Hersteller proprietärer Software und ihre Interessenvertreter. Der Konflikt
zwischen Innovation und Standardisierung ist ein Punkt, den diese Kritiker
gerne hervorheben.
Eine Standardisierung schränkt ganz bewusst Änderungen - auch Innovationen -
einer technologischen Basis ein. Diese Einschränkungen werden getroffen, um
nachfolgend Innovationen jedem zu ermöglichen, dem der Standard zugänglich
ist, und nicht nur der Partei, die die technologische Basis kontrolliert. So
beschränken Standards zwar die Innovationsmöglichkeiten einzelner Parteien um
sie andererseits für mehrere Parteien zu ermöglichen.
Offene Standards erlauben allen Parteien solch eine
Innovation, ohne den ursprünglichen Entwicklern der Plattform die
Möglichkeit zu geben, eine solche Innovation oder den Wettbewerb, den sie
darstellt, einzuschränken.
Die Ziele der FSFE beinhalten Herstellerunabhängigkeit, Innovation
und Wettbewerb für alle. Aus diesem Grund ist die FSFE ein starker
Unterstützer Offener Standards.
Veröffentlichungen
Veröffentlichungen im Rahmen des IGF
Veröffentlichungen zu MS-OOXML
Verwandte Themen
01 June 2012:
FSFE has submitted its response
[Update: see as PDF version or HTML version] to a
public consultation
by the UK Government, concerning a definition of Open Standards and a
policy for increasing their use in the UK's public sector. If the
policy is applied boldly and proactively, the UK stands to greatly
gain from increased competition in the software market, with much
greater opportunities for small companies. On the other hand, even
minor lapses in implementation could derail the policy entirely.
01 June 2012:
FSFE has submitted its response
[pdf] to a
public consultation
by the UK Government, concerning a definition of Open Standards and a
policy for increasing their use in the UK's public sector. If the
policy is applied boldly and proactively, the UK stands to greatly
gain from increased competition in the software market, with much
greater opportunities for small companies. On the other hand, even
minor lapses in implementation could derail the policy entirely.
28 May 2012:
Is the Government one of your potential customers? Free Software may shortly
be locked out of opportunities in the public sector if proposed Open Standards
policy is adopted.
09 May 2012:
Der slowakische Importeur EURA Slovakia, s.r.o. muss Bußgelder in Höhe von 5.600 Euro bezahlen, weil er das Microsoft Windows Betriebssystem für die elektronische Übermittlung der Steuererklärung nicht kaufen und nutzen wollte. Das slowakische Finanzamt stellte EURA vor die Wahl: Entweder Microsoft Windows Betriebssystem kaufen und nutzen oder die Bußgelder bezahlen. So lässt sich die Entscheidung der slowakischen Steuerbehörde von vor einigen Wochen kurz zusammenfassen. Die Behörde erhob mehrere Bußgelder auf eine Firma, der EURA Slovakia, die ihre Steuererklärung auf Papier ablieferte, weil die Verwendung der elektronischen Form unmöglich war, weil die staatliche Webanwendung nur mit einem Microsoft Betriebssystem funktioniert. Das Unternehmen plant nun vor Gericht zu ziehen und zu fordern, dass der Staat aufhört Firmen zu zwingen, ein bestimmtes Produkt zu verwenden. Er sollte statt dessen die öffentliche Verwaltung dazu anhalten, plattformübergreifende Lösungen, die auf Offenen Standards basieren, bereitzustellen, um die Verwendung für jeden zu ermöglichen.
09 May 2012:
In der Slowakischen Republik hat ein Gesetzt, das zur Minderung von Bürokratie führen soll, Ungerechtigkeit erzeugt. Der Staat stimmte dafür, dass gewisse gesetzliche Vorschriften nur auf elektronischem Wege eingehalten werden. Die dedizierte Web-Lösung hat jedoch einige Bürger von der Nutzung ausgeschlossen, da sie nicht interoperabel ist und nur mit Software eines einzigen Herstellers funktioniert. Das bedeutet, dass aufgrund der Abwesenheit einer nicht elektronischen Option, der Staat tatsächlich die Nutzung eines bestimmten Produktes eines bestimmten Herstellers vorschreibt. Wer keine Kopie hat, musste sich eine kaufen. Ein slowakischer Textil Importeur war der Meinung, dass die Regierung ihm nicht vorschreiben sollte, eine bestimmte Software für seine Geschäfte zu verwenden und reichte die nötigen Unterlagen auf Papier ein. Jetzt droht der Firma ein Bußgeld in Höhe von 5.600 Euro.
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