Warum FRAND schlecht ist für Freie Software

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Sollten Patente, die Standards schützen, gebührenfrei lizensiert werden (wie W3C empfiehlt), oder sollten sie anstelle dessen unter so genannten "fairen, vernünftigen Bedingungen ohne Diskriminierung" ("fair, reasonable and non-discriminatory terms" = FRAND) lizensiert werden?

FRAND ist eine Verballhornung, da die Bedingungen oft unfair, unvernünftig und im höchsten Grade diskriminierend sind, besonders im Blick auf Freie Software. In Wahrheit ist FRAND nur für die mächtigsten Softwarefirmen fair und vernünftig.

Gebühren in der Höhe von 0,000001 Cent pro Kopie scheint auf den ersten Blick als Standard eigentlich ganz vernünftig und fair, aber eine solche Gebühr würde es unmöglich machen, ein Programm weiterhin als Freie Software zu vertreiben. Freie Software stellt das Recht sicher, sie mit anderen zu teilen. Daher können Freie Software Produzenten nicht wissen, wie viele Menschen tatsächlich die Software benutzen. Es wird unmöglich, auch nur abzuschätzen, wie hoch die Gebühren, die an die Patentbesitzer gezahlt werden müssen, sind; Freie Software Firmen können dann auch nicht mehr mit ihren proprietären Wettbewerbern konkurrieren, und das Prinzip der Freien Software würde untergraben.