Bildung befreien - für grenzenloses Wachstum
07 November 2011:
Die Free Software Foundation Europe ist eine gemeinnützige Organisation, die sich der Förderung Freier Software und der Arbeit für Freiheit in einer sich entwickelnden digitalen Gesellschaft widmet.Mehr darüber.
Wir möchten allen Bürgern online sowie offline freien Zugang zu Bildung und allen anderen öffentlich finanzierten Institutionen verschaffen. Deswegen drängen wir auf eine verpflichtende Nutzung Offener Standards und einen garantiert herstellerunabhängigen Zugriff auf alle Online-Umgebungen. Das erlaubt Schülern und Eltern, Freie Software zu nutzen und so ihr volles Potenzial für Wachstum und persönliche Entwicklung zu entfalten.
In Holland wurden durch den Einsatz proprietärer Webtechnologien einige Schüler von Online-Schulumgebungen ausgeschlossen. Sie wurden gezwungen, proprietäre Software zu kaufen, nur um grundlegende Dinge wie die Abgabe ihrer Hausarbeiten, das Empfangen von Aufgaben und die Zusammenarbeit in Projekten realisieren und Prüfungen bestehen zu können. Die holländische Bildungsministerin stellte als Antwort auf das Parlament fest, dass sie langjährige Abhängigkeiten von Anbietern akzeptabel findet und deswegen die ambitionierten holländischen Richtlinien für Offene Standards ablehnt. Dabei ignoriert sie kurzfristige und langfristige Konsequenzen:
Benutzer Freier Software haben seit langem Probleme mit der Benützung proprietärer Technologie und proprietärer Standards in der Bildung. Das ist ein dringendes Problem, das gelöst werden muss. Ohne guten Grund proprietäre Technologien für öffentliche webbasierte Dienste zu verwenden ist eine absichtliche Entscheidung für lang anhaltende Herstellerabhängigkeit. Das sollte immer vermieden werden - besonders in der Bildung und in der öffentlichen Verwaltung insgesamt. Die FSFE drängt zum verpflichtenden Einsatz Offener Standards in der öffentlichen Verwaltung, nicht nur in der holländischen Gesetzgebung, sondern in ganz Europa.
Das holländische Parlament fordert den verpflichtenden Einsatz Offener Standards seit über einem Jahrzehnt, was zu ambitionierten und international gefeierten Rahmenrichtlinien im Jahr 2007 geführt hat. Diese stolze Errungenschaft wird von der Bildungsministerin behindert. Sie setzt die Rahmenrichtlinie nicht um. Deswegen verwenden Schulen weiterhin proprietäre Technologie. Als Konsequenz daraus zwingen Bildungseinrichtungen Schüler, Software bestimmter Anbieter zu verwenden. Die Situation ist schlimmer als im Jahr 2007 und muss sich jetzt ändern! Diese Kampagne zielt darauf ab, eine neue, zuverlässigere Gesetzgebung zu erreichen, die die verpflichtende Verwendung Offener Standards, nicht nur in der Bildung, sondern in der gesamten öffentlichen Verwaltung, sicher stellt.
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07 November 2011: