Freie PDF-Betrachter
Was würden Sie davon halten, wenn es auf der Autobahn ein Schild gäbe, auf dem stünde: „Sie müssen einen Volkswagen besitzen, um auf dieser Straße zu fahren. Kontaktieren Sie Ihren Volkswagen-Händler für eine kostenlose Probefahrt. – Ihre Regierung“? Bei Software zum Lesen von PDF-Dateien macht dies die öffentliche Verwaltung jeden Tag. Mit der Kampagne pdfreaders.org haben wir öffentliche Einrichtungen, die sich derart verhalten, ins Rampenlicht gerückt und herausgestellt, wie häufig solche Werbung für unfreie Software vorkommt. Mit der Hilfe von Ehrenamtlichen aus ganz Europa werden wir uns mit diesen Einrichtungen in Verbindung setzen und ihnen erklären, wie sie ihre Websites verbessern können, so dass sie unsere Freiheit respektieren.
Was wir bereits erreicht haben
Jeden Tag machen Regierungen auf ihren Websites Werbung für unfreie Software. Mit Hilfe unserer Fellows und anderen Freie-Software-Aktivisten haben wir im Laufe eines Monats 2286 Meldungen derartigen Fehlverhaltens aus allen Ländern Europas und aus 9 Ländern außerhalb Europas gesammelt.
Unsere Petition für die Entfernung von Werbung für unfreie Software auf den Webseiten von öffentlichen Einrichtungen wurde von mehr als 90 Organisationen, 62 Unternehmen und 2703. Einzelpersonen unterzeichnet. Wenn Sie sie noch nicht unterschrieben haben, machen Sie es jetzt!
Zweite Phase der Kampagne: Kontaktieren des öffentlichen Sektors
Das Finden von öffentlichen Einrichtungen, die proprietäre PDF-Betrachter bewerben, war nur der erste Schritt der Kampagne. Jetzt müssen wir die öffentliche Aufmerksamkeit auf die folgenden Themen richten:
-
Eine Frage der Neutralität: Öffentliche Einrichtungen sollten keine Werbung machen.
Durch die Empfehlung eines einzigen unfreien Programms fördern öffentliche Einrichtungen das proprietäre Software-Modell. Es gibt eine Vielzahl von Alternativen zu den beworbenen PDF-Betrachter, daher gibt es keinen Grund, dass öffentliche Einrichtungen die Dominanz eines einzelnen Unternehmens in einem Teil des Software-Markts noch weiter verstärken. Werbung auf Websites des öffentlichen Sektors ist hinnehmbar, wenn sie als solche gekennzeichnet und bezahlt ist, und wenn sie nicht den Wettbewerb und die freie Wahl im Software-Markt gefährdet. Aber wenn öffentliche Einrichtungen einen Vertriebskanal für das Produkt eines einzelnen Unternehmens darstellen, dann ist etwas falsch.
-
Eine Frage der Freiheit: Öffentliche Einrichtungen sollten nicht von ihren Bürgern verlangen, unfreie Software zu benutzen.
Freie Software ist Software, bei der jeder das Recht besitzt, sie zu verwenden, zu verstehen, zu verbreiten und zu verbessern. Diese vier Freiheiten geben den Benutzern die volle Kontrolle über die Software, die sie benutzen. Freie Software stellt sicher, dass Sie nicht das Produkt eines Unternehmens kaufen müssen, wenn Sie das nicht wollen, nur um Dokumente lesen zu können, die Ihnen von anderen Personen oder öffentlichen Einrichtungen geschickt werden. Jedes dieser Programme kann auf Sicherheitslücken überprüft werden, so dass Probleme oft schnell behoben werden. Freie Software hilft, Ihre Privatsphäre zu schützen, weil Sie sicher sein können, dass das Programm, das Sie benutzen, nur das macht, was Sie wollen, und nichts darüber hinaus. Eine Regierung, deren Aufgabe es ist, unsere Freiheit zu schützen und zu erhalten, sollte nicht von uns verlangen, unfreie Software zu benutzen.
Eine Frage von Offenen Standards: Die Versionen des PDF-Formats, bei denen es sich um einen Offenen Standard handelt, können von allen PDF-Betrachtern implementiert werden. Wenn sich öffentliche Einrichtung bei der Erstellung ihrer Dokumente nicht an Offene Standards halten, erschweren sie den Anbietern Freier Software und anderen Herstellern, am Wettbewerb im Markt teilzunehmen.
Aus all diesen Gründen fordert die FSFE, dass die öffentliche Verwaltung entweder die Werbung für proprietäre Software entfernt oder zumindest in gleichem Maße Werbung für Freie Software macht, so dass die Besucher ihrer Webseiten erkennen, dass sie eine Wahl haben.
Mehr zu dem Thema
Links
-
Kontaktieren Sie die verbleibenden Institutionen!
Helfen Sie uns die öffentlichen Einrichtungen zu kontaktieren, welche uns noch nicht geantwortet haben.
-
Liste der gemeldeten Einrichtungen
Sehen Sie, welche Einrichtungen aus Ihrem Land gemeldet wurden.
-
Liste von freien PDF-Betrachtern
Die pdfreaders.org Webseite listet alle Freie-Software-PDF-Betrachter auf, und gibt Hinweise darauf, welche mit Ihrem Betriebssystem am besten kompatibel sind.
-
Die Petition
„Petition für die Entfernung von Werbung für unfreie Software auf den Webseiten von öffentlichen Einrichtungen“
-
Briefvorlage
Der Brief, den wir an die öffentlichen Einrichtungen schicken werden.
-
PDF Sprint Anleitung
Eine Anleitung zur Veranstaltung von PDF Bug Sprints.





