Presse

Free Software Foundation Europe feiert ihren 8. Geburtstag

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Seit acht Jahren arbeitet die Free Software Foundation Europe unermüdlich für grundlegende Rechte und Freiheiten in einer zunehmend von Software abhängigen Gesellschaft. Am 11. März 2009 wurde mit dem 2^3 (achten) Geburtstag, der von Freunden, Anhängern und Assoziierten begangen wurde, ein weiterer Meilenstein passiert.

"Seitdem die FSFE gegründet wurde, hat sich die Freie Software Welt dramatisch gewandelt und die FSFE war ein zentraler Teil dieses Wandels," stellt Georg Greve fest. "Freie Software gewann erstmals ein Kartellverfahren. Wir halfen dabei Themen wie Interoperabilität und Standardisierung in den Vordergrund der Debatte zu bringen. OOXML war der Höhepunkt dieser Auseinandersetzung. In der Folge begannen Regierungen und öffentliche Institutionen Fragen über die Souveränität ihrer Software und Daten zu stellen."

In der sich schnell entwickelnden Welt der Freien Software fand sich die FSFE oft an der Spitze neuer Entwicklungen. Während öffentliche Kampagnen wie der jährliche Document Freedom Day und die kürzlich eröffnete Webseite pdfreaders.org wohl die sichtbarsten Aspekte ihrer Arbeit sind, fanden viele weitere Aktivitäten der FSFE weniger Aufmerksamkeit, da sie naturgemäß hinter den Kulissen ablaufen.

Im Verlauf der letzten acht Jahre arbeitete die FSFE intensiv bei den Vereinten Nationen mit, vertrat die Interessen Freier Software auf dem Weltgipfel zur Informationsgesellschaft (WSIS), trug zum Internet Governance Forum (IGF) bei, nahm an Diskussionen bei der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) teil und informierte Projektmanager der Weltbank über Freie Software. Die FSFE hat mit der europäischen Kommission nicht nur im Rahmen ihrer Kartellarbeit zusammengearbeitet, sondern war über Forschungs- und Entwicklungsfinanzierung innerhalb der Rahmenprogramme auch direkt in diese Projekte involviert und hat der Kommission assistiert, indem sie ihre Unterstützung bei der Erstellung von Richtlinien anbot.

Die Arbeit in internationalen richtliniensetzenden Foren beinhaltet stets Konflikte zwischen dem Verbreiten von Informationen und dem Herstellen der Vertraulichkeit, die für den damit verbundenen Prozess notwendig ist. Den Sieg öffentlich zu verkünden, kann häufig die Niederlage bewirken und die sorgsam erarbeitete Reputation ist der Schlüssel für das Aussenden der richtigen Nachricht, am richtigen Ort, zur richtigen Zeit.

Von der Assistenz in rechtlichen Angelegenheiten durch die Freedom Task Force (FTF) und der Beaufsichtigung der Entwicklung der Internetregulierung bis hin zur Gewährleistung der Interoperabilität und der Verhinderung von Softwarepatenten hat die FSFE eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der zukünftigen Umgebung für Freie Software gespielt.

2005 startete die FSFE ihr Community-Programm, das Fellowship, welches nicht nur eine Hauptquelle bei der Finanzierung der FSFE ist, sondern zu einem hoch erfolgreichen unabhängigen Netzwerk mit Projekten, Treffen und Feiern in verschiedenen Ländern gewachsen ist. Matthias Kirschner, Fellowship Koordinator der FSFE, erklärt, dass das Fellowship entschieden hat, den 2^3 Geburtstag mit einer Spezialausgabe des monatlichen Fellowship-Interviews zu würdigen, in dem Georg Greve die Geschichte der FSFE erzählt und wie er dazu kam sie zu gründen. Das Interview ist erhältlich unter http://fellowship.fsfe.org/interviews/greve/.

Über die Free Software Foundation Europe

Die Free Software Foundation Europe (FSFE) ist eine gemeinnützige, regierungsunabhängige Organisation, die in vielen Ländern Europas aktiv und in vielen globalen Aktionen involviert ist. Der Zugang zu Software entscheidet über die Teilhabe an der digitalen Gesellschaft. Um Chancengleichheit im Informationszeitalter und die Freiheit des Wettbewerbs sicherzustellen, widmet sich die Free Software Foundation Europe (FSFE) der Förderung Freier Software, welche dadurch definiert wird, dass sie von jedem Menschen uneingeschränkt benutzt, untersucht, verändert und weitergegeben werden kann. Dies ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und der Freien Software politische und rechtliche Sicherheit zu verschaffen, sind die wichtigsten Ziele der FSFE, die 2001 gegründet wurde.

Weitere Informationen über die Arbeit der FSFE finden Sie aufhttp://fsfeurope.org