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FSFE begrüßt das Eckpunktepapier der Bundesregierung zu „Secure Boot“

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Gestern hat das Bundesministerium des Innern ein Eckpunktepapier zu "Trusted Computing" und "Secure Boot" veröffentlicht. Darin wird gefordert, dass "ein Geräte-Eigentümer [...] über die vollständige Kontrolle (Steuerbarkeit und Beobachtbarkeit) der gesamten „Trusted Computing“-Sicherheitssysteme seiner Geräte verfügen" muss. Das ist von Anfang an auch eine Kernforderung der FSFE. Das Dokument fordert zudem, dass "eine Delegation dieser Kontrolle an Dritte [...] eine bewusste und informierte Einwilligung des Geräteeigentümers" voraussetzt.

Eine andere Forderung der FSFE wird ebenfalls in dem Eckpunktepapier der Bundesregierung aufgegriffen: Das Käufer vor dem Kauf eines Gerätes über eingebaute technische Maßnahmen und spezifische Nutzungseinschränkungen, sowie deren Folgen für den Eigentümer, informiert werden müssen. "Bei der Auslieferung von Geräten müssen „Trusted Computing“-Sicherheitssysteme deaktiviert sein („Opt-in“-Prinzip)" und "Geräte-Eigentümer müssen in der Lage sein, aufgrund der vorausgesetzten technischen und inhaltlichen Transparenz von „Trusted Computing“-Lösungen eigenverantwortliche Entscheidungen zur Produktauswahl, Inbetriebnahme, Konfiguration, Anwendung und Stilllegung zu treffen." Außerdem muss "eine spätere Deaktivierung [...] ebenfalls möglich sein („Opt-out“-Funktionalität) und darf keine negativen Einflüsse auf die Funktionalität der Hard- und Software haben, die nicht die Funktion der „Trusted Computing“-Technik nutzen."

"Es ist ein wichtiger Schritt, dass nun auch eine Regierung zu "Secure Boot" klar Stellung bezieht. Als Gesellschaft müssen wir absichern, dass wir in Kontrolle unserer Computer bleiben. Wir müssen die Fähigkeit beibehalten, jede beliebige Software zu installieren und letztendlich die exklusive Kontrolle über unsere eigenen Daten sicher zu stellen. Es ist unerlässlich, dass wir permanent die volle und alleinige Verfügungsgewalt über die zugrunde liegende Sicherheitssysteme haben", kommentiert Matthias Kirschner, Deutschlandkoordinator der FSFE. "Jetzt ist es an der Regierung diese Forderungen wahr zu machen und für deren Implementation beim Kauf neuer Hardware zu sorgen."