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Online-Diskussion: Die Zukunft der Routerfreiheit in Österreich

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Österreich hat ein Reformgesetz für den Telekomsektor eingeführt, das sich auf die Möglichkeiten von Verbrauchern ihre eigenen Router/Modem auszuwählen und zu verwenden auswirken wird. Zusammen mit der Verbund der Telekommunikations-Endgerätehersteller (VTKE) organisiert die FSFE ein Event zum Thema "Die Zukunft der Routerfreiheit in Österreich".

Die Free Software Foundation Europe (FSFE) und die Verbund der Telekommunikations-Endgerätehersteller (VTKE) veranstalten eine Online-Tagung über die Zukunft der Routerfreiheit in Österreich. Die Veranstaltung bietet Ihnen die Möglichkeit, mehr darüber zu erfahren, warum Routerfreiheit nicht nur für die Rechte der Konsumenten, sondern auch für einen funktionierenden und wettbewerbsfähigen Router- und Modemmarkt von grundlegender Bedeutung ist.

Die Veranstaltung wird von Barbara Steinbrenner, einer österreichischen Technikjournalistin, moderiert und ist für alle kostenlos zugänglich. Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt. Das Programm mit Information über die Podiumsteilnehmerinnen können Sie hier einsehen.

Online-Diskussion in Österreich. 4. Mai, 09:30-11:00 MESZ. Diskutantinnen: Barbara Steinbrenner, Redakteurin, Die Presse, Dr. Natalie Ségur-Cabanac, Head of Regulatory and Data Protection Officer, Hutchison Drei Austria GmbH, Mag. Christian Drobits, Abgeordneter zum Nationalrat (SPÖ), Bereichssprecher für Datenschutz und Konsumentenschutz, Kira Terstappen-Richter, MSc, Koordinatorin, Verbund der Telekommunikations-Endgerätehersteller (VTKE), Max Mehl, Programmmanager, Free Software Foundation Europe (FSFE)

Wir möchten Sie einladen, Ihre Teilnahme anzumelden, da es uns hilft, einen Überblick über die Anzahl der Teilnehmenden zu bekommen und mit Ihnen für die nächsten Aktivitäten bezüglich Routerfreiheit in Kontakt zu bleiben.

Routerfreiheit in Österreich

Im Oktober 2021 verabschiedete das österreichische Parlament die Reform des Telekommunikationsgesetzes (TKG 2021) mit Bestimmungen, die sich auf die Möglichkeiten der Verbraucher auswirken wird, die Gerät ihrer Wahl für den Internetzugang zu verwenden. Aufgrund des neuen Gesetzes kann die österreichische Regulierungsbehörde (RTR) über den Standort des Netzabschlusspunktes (NTP) entscheiden, eine technische Definition des Punktes, der die Grenze zwischen dem öffentlichen Netz der Internetdienstanbieter (ISP) und dem privaten Netz der Verbraucher bestimmt. Je nachdem, wo der NTP liegt, dürfen die Internet-Diensteanbieter ihre Kunden weiterhin ihre eigenen Router/Modems aufzwingen, oder die Internetnutzer können ihren bevorzugten Router/Modem für den Breitbandanschluss selbst wählen.

Die drei möglichen Positionen des NTP nach GEREK
Wenn den Netzabschlusspunkt auf Position A gesetzt wird, können die Endnutzer ihr eigenes Modem/Router einsetzen. Bildquelle: GEREK

Die FSFE forderte die österreichische Regierung auf, die Routerfreiheit in die Reform miteinzubeziehen. Die IT-Sicherheit, die Privatsphäre und die Wahlfreiheit der Verbraucher dürfen nicht zugunsten der Geschäftspraktiken von Internetanbietern aufgegeben werden. Außerdem ist die Routerfreiheit wichtig für einen freien Wettbewerb auf dem Markt, die Innovation von Geräten und deren Nachhaltigkeit. Es liegt nun an der österreichischen Regulierungsbehörde, die Chance zu ergreifen, Routerfreiheit in Österreich zu etablieren. Die Festlegung des NTP unter Position A wird die Rechte der Verbraucher schützen.

Die Initiative Routerfreiheit

Routerfreiheit ist das Recht der Kunden eines ISP, ein privates Modem und einen Router zu wählen und zu nutzen, anstatt Geräte verwenden zu müssen, die der ISP bereitstellt. Seit 2013 engagiert sich die Free Software Foundation Europe erfolgreich für Routerfreiheit und fördert die Freiheit der Endnutzer in vielen europäischen Ländern. Schließen Sie sich uns an und erfahren Sie mehr über die verschiedenen Möglichkeiten, sich einzubringen. Um langfristig unser Engagement und unseren professionellen Einsatz zu unterstützen überlegen Sie bitte ein FSFE-Spender zu werden. Damit unterstützen Sie unsere Arbeit und unseren Einsatz für die Verteidigung der Rechte eines jeden Einzelnen Kontrolle über die eigene Technologie zu haben.