Seit 2001 stärkt die FSFE die Rechte von Nutzerinnen und Nutzern, indem sie Hürden für Softwarefreiheit beseitigt. Seit 20 Jahren helfen wir Menschen und Organisationen dabei zu verstehen, wie Freie Software andere Grundrechte wie Redefreiheit, Pressefreiheit und das Recht auf Privatsphäre stützt.

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FSFE Newsletter - März 2017

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Die LiMux-Chroniken

In Februar erschütterten die Neuigkeiten zu LiMux die Welt. LiMux war ein Projekt der Stadt München, das 2013 abgeschlossen wurde. Es stellt eins der besten Beispiele für eine Hersteller neutrale, auf Freier Software basierende Verwaltung dar. Während seiner aktiven Ausführungsphase wurden 15.000 Arbeitsplatzrechner und Laptops der öffentlichen Verwaltung auf Freie Software umgestellt.

Es kam als eine Überraschung als letzten Monat SPD und CSU einen Eilantrag vor den Münchner Stadtrat einreichten, der die Einstellung des Projekts und die Rückkehr zu proprietären Lösungen verlangte.

Die Reaktion aus der Community war unmittelbar und eindrucksvoll. FSFEs stellvertretender Koordinator für Deutschland, Björn Schießle, beschreibt den weiteren Verlauf. Es wurde eine ad-hoc Koalition zwischen der FSFE, der Document Foundation, KDE und OSBA gebildet, die Fragen zum Antrag und den damit zusammenhängenden Prozessen sammelte. Stadtratmitglieder wurden vor der Anhörung kontaktiert. FSFE-Unterstützer*innen aus Deutschland und Österreich wurden eingeladen sich zu beteiligen, in dem sie sich mit Politiker*innen zu diesem Thema in Verbindung setzen. Es wurde außerdem ein Pressespiegel in verschiedenen Sprachen erstellt.

Während der öffentlichen Anhörung haben die beteiligten Parteien manche unserer Fragen zitiert und zugegeben, dass sie noch nie zu einer Angelegenheit so viel Input von der Öffentlichkeit bekommen hätten. Das Ergebnis der Anhörung war ein abgeänderter Antrag, der am 15. Februar angenommen wurde. In diesem wurde die Verwaltung aufgefordert, eine Strategie für die Vereinheitlichung der Client-seitigen IT-Architektur der Stadt bis zum Ende des Jahres 2020 vorzuschlagen. Die Strategie sollte auf einem noch zu entwickelnden proprietären Client aufbauen und eine größtmögliche Kompatibilität mit existierenden Lösungen gewährleisten.

Die FSFE behauptet nicht, LiMux hätte alle Probleme gelöst. Allerdings behaupten wir, dass die in München vorhandenen Probleme meist organisatorischer Natur sind und deswegen unabhängig von den technischen Lösungen angegangen werden sollten. Öffentliche Infrastruktur soll unabhängig von einzelnen Software-Vertreiber*innen bleiben und in Gemeingüter investieren, die z.B. durch Freie Software zur Verfügung gestellt werden.


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Eure Autor*innen Olga Gkotsopoulou und Jonas Öberg FSFE


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