Seit 2001 stärkt die FSFE die Rechte von Nutzerinnen und Nutzern, indem sie Hürden für Softwarefreiheit beseitigt. Seit 20 Jahren helfen wir Menschen und Organisationen dabei zu verstehen, wie Freie Software andere Grundrechte wie Redefreiheit, Pressefreiheit und das Recht auf Privatsphäre stützt.

Für die nächsten zwei Jahrzehnte brauchen wir Ihre Unterstützung. Wir wollen, dass alle in der Lage sind, ihre Technik selbstbestimmt nutzen zu können. Freie Software und ihre Freiheiten, sie verwenden, verstehen, verbreiten und verbessern zu können sind der Schlüssel dafür.

Newsletter

FSFE Newsletter - Juni 2012

Free Software, Open Source, FOSS, FLOSS – Alles das gleiche aber irgendwie anders

Es gibt zwei Begriffe die mit Software in Verbindung stehen, sie man Frei nutzen, studieren, teilen und verbessern darf: Freie Software und Open Source. Man findet auch verschiedene Kombinationen und Übersetzungen dieser beiden Begriffe wie FOSS, Libre Software, FLOSS, usw. Wenn man einen Artikel über Freie Software liest oder Menschen, die mit Freier Software zu tun haben, zuhört, dann kommt oft die Frage auf: Warum benutzen die diesen einen Begriff oder den Anderen und wie unterscheiden sie sich voneinander?

Der langjährige ehrenamtliche Mitarbeiter Björn Schiessle schrieb einen guten Artikel über das Thema, wie man mit der Unterschiedlichen Terminologie umgeht.

Staat missachtet Web Standards. Firma muss sich 5.600 € Strafgebühr stellen.

In der Slowakei hat der Staat entschieden, für die Erfüllung bestimmter gesetzlich vorgeschriebener Pflichten, nur noch eine elektronische Übermittlungsform zu zulassen. Die dedizierte Web-Anwendung schließt jedoch einige Bürger von der Teilnahme am Verfahren aus, da es nicht interoperabel ist und nur mit der nicht-Freien Software eines bestimmten Herstellers läuft. In Abwesenheit einer nicht-elektronischen Alternative bedeutet das, dass der Staat entscheidet, ein bestimmtes Produkt eines bestimmten Herstellers zu verwenden. Personen, die keine Kopie hatten, mussten eine kaufen. Ein slowakischer Textil-Importeur ist der Meinung, der Staat solle ihn zur Verwendung einer bestimmten Software für seine Geschäfte zwingen und erledigte seine gesetzlichen Pflichten auf dem Postweg. Jetzt muss sich die Firma einer Strafe von 5.600 € stellen.

Der derzeitige Volontär der FSFE, Martin Husovec, ist der Meinung, das ist nicht gerecht und rief ein Projekt ins Leben um das zu ändern: Er arbeitet nun an dem Fall, liest Gerichtsakten und schrieb Die Pressemitteilung der FSFE, und eine Zusammenfassung des EURA Falles. Er ist motiviert um sicher zu stellen, dass niemand in der Slowakei gezwungen wird, eine bestimmte nicht-Freie Software zu verwenden, nur um die gesetzlichen Pflichten zu erfüllen und wird Sie auf dem aktuellen Stand halten.

Wird das Vereinigte Königreich von der Lobby in die FRAND-Falle gelockt?

Freie Software könnte vom öffentliche Sektor des Vereinigten Königreiches verbannt werden, wenn die neue Richtlinie "FRAND" Bedingungen in britischen Standards erlaubt. Wie kürzlich durch das Freedom of Information Requests bekannt wurde: Intensive Lobbyarbeit wurde über die letzten paar Monate betrieben um das Kabinettsbüro unter Druck zu setzen, eine starke Definition von Offenen Standards auf zu weichen.

Die FSFE versucht dieser Entwicklung entgegen zu wirken. Im Mai bat die FSFE Firmen aus Nord-West England ihrer Regierung zu sagen, dass Offene Standards wichtig sind, und sie wird weiterhin an dem Fall arbeiten.

Demokratische Wahlen mit nicht-Freier Software?

In Frankreich sprach die FSFE Bedenken aus (französich) die die online Stimmvergabe für französische Wähler die im Ausland gemeldet sind angeht. Die FSFE kritisierte aufs schärfste das völlige Fehlen der getroffenen Sicherheitsmaßnahmen, die Transparenz das Wahlvorgangs und die Notwendigkeit, proprietäre Software zum Wählen verwenden zu müssen.

Etwas gänzlich Anderes

Werde Aktiv: PDFReaders 2.0 – Deine Hilfe ist gefragt!

Unsere Petition wurde von 72 Organisationen, 57 Unternehmen, und 2327 Personen unterzeichnet. Die Grünen haben eine mündliche Anfrage an das Europäische Parlament (5 Fragen) und das Deutsche Parlament (18 Fragen mit Einführung) gestellt. Die deutsche Behörde für IT-Sicherheit empfiehlt pdfreaders.org in ihrem neuen Migrationsratgeber und verdeutlicht, dass man für nicht-Freie PDF-Betrachter keine Werbung machen soll. Zusätzlich haben 539 Büros der öffentlichen Verwaltung die Werbung für nicht-Freie PDF-Betrachter entfernt. Das entspricht einer Erfolgsquote von 25%.

Nach langen Diskussionen und Überlegungen bereitet das Team um pdfreaders.org ein bedeutendes Update der Seite vor. Es soll eine ansprechendere und makellose Hauptseite, mit einer Empfehlung für das automatisch erkannte System, Vorschläge für Freie PDF-Betrachter für mobile Geräte und Empfehlungen für Freie PDF-Browser Plugins enthalten.

Bitte werfen Sie einen Blick auf die derzeitige Übersicht und TODOS, und Mailen Sie uns wenn Sie weitere Freie PDF-Betrachter kennen, die wir bisher noch nicht in der Liste führen, und welchen Betrachter für Android Sie empfehlen können.

Mein Dank geht an alle Fellows und Spender die unsere Arbeit ermöglichen,
Matthias Kirschner - FSFE

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