Seit 2001 stärkt die FSFE die Rechte von Nutzerinnen und Nutzern, indem sie Hürden für Softwarefreiheit beseitigt. Seit 20 Jahren helfen wir Menschen und Organisationen dabei zu verstehen, wie Freie Software andere Grundrechte wie Redefreiheit, Pressefreiheit und das Recht auf Privatsphäre stützt.

Für die nächsten zwei Jahrzehnte brauchen wir Ihre Unterstützung. Wir wollen, dass alle in der Lage sind, ihre Technik selbstbestimmt nutzen zu können. Freie Software und ihre Freiheiten, sie verwenden, verstehen, verbreiten und verbessern zu können sind der Schlüssel dafür.

Newsletter

FSFE Newsletter - September 2015

Von  am  

Die FSFE unterstützt Nutzer, die die Kontrolle über ihre Onlinedaten behalten wollen.

Heutzutage nutzen wir für nahezu alles einen Onlinedienst und stellen diesen Diensten immer mehr Daten zur Verfügung. Ebenso verlieren wir mehr denn je die Kontrolle über unsere eigenen Daten. Die FSFE und andere Organisationen unterstützen die Veröffentlichung des User Data Manifest 2.0, welches die Grundrechte der Nutzer zum Schutz ihrer Daten stärken soll. Dem Manifest zufolge müssen die Nutzer den Zugang zu ihren Daten kontrollieren können, sie müssen wissen, ob die Daten von dem Onlinedienst gespeichert werden und sie müssen in der Lage sein, ohne Zwang einen Anbieter zu wählen. Das Manifest ist ein guter Start für die Debatte über Onlinedaten von Nutzern und die FSFE freut sich über andere Organisationen, die sich für Onlinedienste einsetzen, die die fundamentalen Rechte der Nutzer schützen.

Zwangsrouter: Noch einer beißt ins Gras

Der Router. Obwohl oft staubbedeckt in einer Ecke, ist er einer der wichtigsten Bestandteile für das heimische Internet und Telefon. Allerdings gehört er den meisten BenutzerInnen in Deutschland überhaupt nicht, obwohl er in ihren Räumlichkeiten steht und sie dafür zahlen. Noch zumindest. Am 12. August brachte das Ministerium für Wirtschaft und Energie einen überarbeiteten Gesetzentwurf heraus, der uns von Zwangsroutern befreien könnte. Der Entwurf sieht vor, dass Nutzer in Deutschland selbst entscheiden können, welchen Router sie nutzen wollen, um sich mit dem Internet zu verbinden.

Der Entwurf muss nun von Bundestag und Bundesrat ratifiziert werden. Bis jetzt ist in den Kommentaren nur von einer kleinen formalen Unstimmigkeit die Rede und wir müssen sicherstellen, dass dieses Gesetz ohne negative Änderungen umgesetzt wird. Wir haben detaillierte Informationen zu diesem Fall zusammengestellt. Dort finden Sie auch Informationen darüber, wie man uns in dieser Sache unterstützen kann. Darüber hinaus haben wir das Problem separat zusammengefasst und wir aktualisieren die Timeline kontinuierlich. Falls in Ihrem Land das Thema ebenfalls aktuell wird, können Sie unsere Argumente nutzen.

Neue deutsche Koordinatoren und Auflösung des FSFE Chapter Germany e.V.

In seinem Blogbeitrag umreißt Ihr Autor den Prozess, um die FSFE abspecken zu lassen. Dies geschieht durch das Auflösen des letzten Landesvereins; auch bekannt als FSFE Chapter Germany e.V.. Dieser Schritt wurde letztes Jahr im November mit dem Ziel, bürokratischen Ballast abzuwerfen, der mit der Verwaltung von juristischen Einheiten in Verbindung steht, entschieden. Wie Sie in dem Artikel lesen können, ist es nicht besonders einfach, so eine Organisation einfach aufzulösen. Wir hoffen, diesen Vorgang nächstes Jahr im April abzuschließen.

Es ist der FSFE eine besondere Freude, bekannt zu geben, dass seit letztem Monat Max Mehl und Björn Schießle die neuen Koordinatoren des deutschen Teams sind. Sie werden sich hoffentlich nicht viele Stunden im Jahr mit Bürokratie rumschlagen müssen. Beide sind schon seit Langem ein Teil der FSFE und haben mitgeholfen, unsere Ziele – nämlich es den Menschen zu erleichtern, Technologie zu kontrollieren – zu erreichen. Erst kürzlich hat Björn einen Artikel über das User Data Manifesto 2.0 auf Netzpolitik.org verfasst. Max veröffentlichte aktuelle Informationen zu Zwangsroutern, sowie einen Artikel dazu ebenfalls auf Netzpolitik.org.

Etwas gänzlich anderes

Werde aktiv: Übersetze und verbessere bestehende Übersetzungen unseres Leitbilds

"Free Software Foundation Europe is a charity that empowers users to control technology. Software is deeply involved in all aspects of our lives. It is important that this technology empowers rather than restricts us. Free Software gives everybody the rights..." So beginnt unser kürzlich überarbeitetes Leitbild. Wir hoffen, dass dadurch mehr Menschen verstehen, was wir tun. Wir haben bereits Übersetzungen ins Albanische, Niederländische, Englische, Griechische, Italienische, Portugiesische und ins Türkische.

So könnte die Deutsche Übersetzung aussehen:
"Die Free Software Foundation Europe ist eine gemeinnützige Organisation, die Anwender ermächtigt, Technologie zu kontrollieren. Software ist tief mit allen Aspekten unseres Lebens verbunden. Und es ist wichtig, dass uns diese Technologie unterstützt und nicht einschränkt. Freie Software gibt jedem die Rechte, …"

Bitte helfen Sie uns, mehr Übersetzungen zu erstellen , und die bestehenden Übersetzungen auf sprachliche Korrektheit zu prüfen.

Mein Dank geht an alle Ehrenamtlichen, Fellows und Spender der FSFE, die unsere Arbeit ermöglichen,
Matthias KirschnerFSFE